JugendMedienEvent 2012

Das JugendMedienEvent 2012
20. bis 23. September in Frankfurt und Mainz

„Für drei Nächte würde ich auch auf einer Bank pennen.“

Wie Teilnehmer und Veranstaltungsleitung über die Übernachtung in der Turnhalle denken

Die Teilnehmer des JugendMedienEvents übernachten in einer Turnhalle in Nieder-Olm. Aus organisatorischen Gründen ist die Übernachtung in dem Mainzer Nachbarort verpflichtend. Auch wenn zunächst nicht alle Jungjournalisten davon begeistert waren, ist die Meinung darüber generell positiv.

Anouk aus Frankreich

Anouk, 16 Jahre alt, ist mit dem Zug aus Frankreich angereist. Trotz kleiner Verspätung hat die Fahrt nur zweieinhalb Stunden gedauert. Im Gepäck sind die Isomatte mit Schlafsack und ein großer Wanderrucksack. Es ist ihre erste Teilnahme am JugendMedienEvent und die Übernachtung in der Turnhalle ist für sie bei dem niedrigen Preis völlig akzeptabel: „Für 45 Euro kann man schließlich kein Hotel erwarten.“ Außerdem sei es lustig und mal etwas völlig anderes, als man sonst gewohnt sei. Positiv überrascht war sie auch über die gute Organisation und den großen Platz in der Halle. Ungefähr so habe sie sich das auch vorgestellt, nur eventuell lauter und enger. „Für drei Nächte würde ich auch auf einer Bank pennen“, sagt sie lachend.

Lucas aus Mertingen

Ähnlich angetan ist auch Lucas, 16, aus Mertingen bei Augsburg: Obwohl er von einem Teilnehmer aus dem Vorjahr im Vorfeld negatives gehört hatte, ist er doch allgemein zufrieden. Auch die vierstündige Anreise mit dem Zug lief „ungewöhnlich gut“. Zuvor hatte er sein Gepäck nach einer Urlaubspackliste gepackt und zusätzlich seine Schülerzeitung und Journalisten-Grundausstattung, wie Kamera und Schreibblock, mitgenommen. Gut findet er das warme Wasser in den Duschen und die festen Schlafzeiten, wodurch man morgens ausgeschlafen ist. Nur dass man tagsüber nicht an sein Gepäck kommt, stört ihn.

Lena, die Organisatorin

Lena Scholz ist bereits das achte Mal beim JugendMedienEvent, davon ihr fünftes Mal als Veranstaltungsleitung. Sie ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis, auch wenn es viel war im Vorfeld. Lena berichtet, dass es sehr schwierig gewesen war, überhaupt eine Halle zu finden und gleichzeitig auch noch die daran gekoppelten Auflagen der Stadt zu erfüllen. Zum Beispiel müssen die Fluchtwege frei bleiben und eine Brandwache muss über Nacht wach bleiben. Zustimmen müssen Stadt, Sportamt und Schulleitung. „Manchmal muss man einfach das nehmen, was man kriegen kann“, sagt Lena. Die Halle sei schließlich erste Grundvoraussetzung, damit dass das Event überhaupt stattfinden könne. Auch dass es einen Gepäckraum gibt, sei „reine Glücksache“, ansonsten hätte man improvisieren müssen. Vor dem JugendMedienEvent wurde die Halle mit dem Hausmeister inspiziert. Mit ihm wurden weitere Regelungen vereinbart. Jeden Morgen müssen die Hallen bis halb acht gereinigt und verlassen werden. Zwei Hallenleitungen passen auf, dass alles reibungslos läuft.

Luxus bietet die Übernachtung in einer Turnhalle zwar nicht. Bei drei Nächten mit wenig Schlaf wird der aber auch nicht benötigt.

Carlotta Cornelius

Hauptveranstalter und Partner Junge Presse e.V. ZDF BPB Axel Springer Akademie